Tram-Unfall in Marzahn: 25-Jähriger vor M8 geschubst

Am späten Sonnabendabend ist ein Mann an der Allee der Kosmonauten in Marzahn vor eine einfahrende Straßenbahn der Linie M8 geschubst worden. Die Bahn erfasste den 25-Jährigen, der schwere Verletzungen erlitt und von den alarmierten Rettungskräften ins Krankenhaus gebracht wurde. Ein 18-Jähriger wurde noch in der Nacht festgenommen. "Ob eine bedingte Tötungsabsicht vorliegt, ist Bestandteil der Ermittlungen", sagt Polizeisprecherin Patricia Brämer.

Das Opfer war nach Angaben der Polizei um 23.30 Uhr mit einer "Gruppe Heranwachsender" an der Haltestelle Alt-Marzahn in Streit geraten. Dabei soll es zu einer körperlichen Auseinandersetzung gekommen sein, in deren Verlauf der 25-Jährige vor die einfahrende Straßenbahn gestoßen wurde. Er erlitt schwere Kopfverletzungen. "Lebensgefahr soll nicht bestanden haben", so die Polizeisprecherin. Der Auslöser des Streits sei der Polizei nicht bekannt.

Zeugen unter Schock

Während die Polizei Spuren sicherte, mussten Jugendliche, die die Tat mitangesehen hatten, in Rettungswagen medizinisch versorgt werden. Einige Zeugen hatten einen Schock erlitten. Ihre Versorgung sowie die Arbeit am Tatort dauerten bis 2.20 Uhr an. In dieser Zeit war der Straßenverkehr unterbrochen.

Gegen Mitternacht erschien ein 18-jähriger Mann in Begleitung seines Vaters auf dem Polizeiabschnitt 62. Er gab an, an der Auseinandersetzung beteiligt gewesen zu sein."Ob und wie weit er etwas damit zu tun hat, dass der 25-Jährige ins Gleisbett geschubst wurde, ist bisher unklar", so Polizeisprecherin Patricia Brämer. Mann müsse nun die Berichte der Augenzeugen abwarten, hieß es. Er wurde festgenommen und der Kriminalpolizei der Direktion 6 übergeben.