Berlin/Prenzlau - In Zeiten von Corona sind Tanzveranstaltungen fast unmöglich - „Tresor“-Clubbetreiber Dimitri Hegemann aber denkt schon an die Zeit nach der Pandemie. Ende vergangener Woche veröffentlichte Hegemann einen Aufruf auf Facebook: Er suche „junge Macher/innen in Prenzlau, die Interesse haben, einen kleinen Club für elektronische Musik aufzubauen und zu leiten“. Auf Nachfrage bestätigte Hegemann entsprechende Pläne. Er betonte, das Projekt zusammen mit Anwohnern stemmen zu wollen, er selbst wolle nur Unterstützung leisten. „Die Jugend braucht Raum“ sagte er, ein Club könne hier Impulse setzen. 

Die Resonanz auf seinen Aufruf soll groß gewesen sein: Hegemann zufolge haben sich mittlerweile mehrere hundert Menschen bei ihm gemeldet. Bürgermeister Hendrik Sommer (parteilos) bestätigte, dass die Stadt in Kontakt mit Hegemann stehe. Man wolle mögliche Investoren natürlich unterstützen, befinde sich aber erst am Anfang der Gespräche.

Dimitri Hegemann ist Kulturmanager und Clubbetreiber. Sein bekanntestes Projekt ist der Berliner Techno-Club „Tresor“. Er ist außerdem Gründer der Initiative „Happy Locals“, die nach eigenen Angaben das kulturelle Leben in Städten und im ländlichen Raum fördern will.