Potsdam/Berlin - Die Agentur „Filmgesichter“ sucht für einen internationalen Kinofilm, der im Frühsommer gedreht werden soll, etwa 1000 Komparsen. Wie die Pressagentur dpa meldet, handelt es sich bei der Produktion um einen weiteren Teil der US-Science-Fiction-Reihe „Tribute von Panem“ mit der Schauspielerin Jennifer Lawrence (23). Es sind Romanverfilmungen, die in einer fiktiven Diktatur spielen. Dort werden sogenannte Hunger-Spiele veranstaltet – eine Art moderne Gladiatorenkämpfe.

Bei der Deutschlandpremiere des zweiten Teils „Catching Fire“ hatte Lawrence im November angekündigt, bald wieder in Berlin zu sein. In Kürze ist es soweit. Teil drei und vier werden an verschiedenen Orten gedreht – darunter in Berlin-Brandenburg. Im Studio Babelsberg sind erste Vorbereitungen angelaufen. Studio-Sprecher Eike Wolf wollte dies aus „Vertraulichkeitsgründen“ aber nicht bestätigen.

Schlank und „gelebte“ Gesichter

Die Agentur sucht vor allem „internationale“ Berliner verschiedener Nationalitäten im Alter von 18 bis 65. Ausdrücklich wird gesagt, dass es keine Models sein müssen. Die Rede ist von Charakter-Filmgesichtern, gerne auch gelebten Gesichtern. Hauptsächlich werden Männer gesucht, die möglichst schlank sind und die zwar in der Region Berlin-Brandenburg leben sollen, aber möglichst nicht mitteleuropäisch aussehen. Auf der Wunschliste ganz oben stehen: Afrikaner und Asiaten – vor allem Thais, Inder, Chinesen, Vietnamesen, Philippinos. Aber auch Araber und Perser, Südeuropäer, Türken, Südamerikaner, Latinos, Hispanics und Afroamerikaner.

Zwar können sich auch Frauen bewerben, aber für sie werden nur „vereinzelte Einsätze“ in Aussicht gestellt. Piercings oder Tattoos stören nicht. Es wird davon ausgegangen, dass die Komparsen ein bis maximal drei Tage beim Dreh eingesetzt werden. Die übliche Komparsengage beginnt bei 55 Euro pro Tag, Zuschläge sind möglich.

Das Casting für die Filmstatisten – bei dem weder gesungen noch getanzt werden muss – findet am 26. April von 10 bis 14 Uhr am Delphi-Filmpalast in Berlin-Charlottenburg statt. Voranmeldungen sind dafür nicht nötig. Einfach ein paar Stunden anstellen, Anmeldung ausfüllen und ein paar Fotos von sich machen lassen – und dann hoffen, dass das Gesicht dem Regisseur gefällt. (mit dpa)

Infos unter: www.filmgesichter.de