Sonne, heiße Temperaturen, kaum Regen: Der Sommer hat sich dieses Jahr nicht lumpen lassen. Regelmäßig kletterten die Temperaturen bis auf 30 Grad und brachten Berliner und Brandenburger ordentlich zum Schwitzen.

Kein Ende der Hitze in Sicht

Die Hoffnung auf eine kurze Verschnaufpause vom Afrika-Sommer ist vergebens: Deutschland erwartet ab dieser Woche eine markante Hitzewelle, die sehr hohe Temperaturen mit sich bringt und eine bemerkenswerte Ausdauer beweist. 

Das sind die Aussichten für diese Woche. 

Montag, den 23. Juli

Zu Wochenbeginn scheint die Sonne, die Temperaturen klettern laut Deutschem Wetterdienst (DWD) auf bis zu 32 Grad. Dazu weht ein schwacher Nordwestwind. In der Nacht bleibt es niederschlagsfrei, die Temperaturen sinken auf 17 bis 13 Grad ab. 

Dienstag, den 24. Juli

Der Dienstag verspricht trocken, sonnig und heiß zu werden. Uns erwarten zwischen 28 und 32 Grad. Die Tiefsttemperaturen in der Nacht liegen zwischen 19 und 15 Grad. 

Mittwoch, den 25. Juli

Auch zur Wochenmitte werden sonnige und heiße 32 Grad erwartet, dazu weht ein schwacher Nordostwind. Für die Nacht ist kein Regen in Sicht. Der Himmel bleibt laut DWD nahezu wolkenlos bei Tiefsttemperaturen von 20 bis 17 Grad. 

Donnerstag, den 26. Juli

Für den Donnerstag werden ebenso 32 Grad erwartet, dazu Sonnenschein mit einer nach Süden hin lockeren Quellbewölkung. Regen? Fehlanzeige. 

Temperatur-Aussichten für das Wochenende

Bisherigen Prognosen nach, soll der Freitag ebenso heiß werden: Die Temperaturen können auf bis zu 31 Grad klettern. Das Wochenende verspricht weiterhin andauernde Hitze. Samstag und Sonntag können die  Temperaturen Werte von bis zu 31 Grad erreichen. Die Schauer- und Gewitterneigung nimmt zwar zu, ist aber kein Garant für die ersehnte Abkühlung.

August startet mit Höllen-Hitze

Kommende Woche soll es laut Prognosen des Wetterdienstes wetter.net sogar noch heißer werden. Die Hitzewelle nimmt dann so richtig Fahrt auf. Im Berliner und Brandenburger Raum sollen die Temperaturen dabei auf bis zu 36 Grad klettern. Diplom-Meteorologe Dominik Jung von wetter.net warnt: "So eine lange Hitzewelle kann man nur noch als extrem und sehr, sehr gefährlich bezeichnen. Das gilt besonders für ältere und kranke Menschen." Er rät dazu viel zu trinken, die pralle Mittagssonne zu meiden und darauf zu achten, dass insbesondere Kinder und alte Menschen genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. 

Hitze- und Dürre-Stress besteht fort

Hohe Temperaturen, Sonne ohne Ende und kein Regen in Sicht werden auch  weiterhin für weiteren Hitze- und Dürre-Stress für Natur und Landwirtschaft sorgen. Und nicht nur das: Besonders auf einigen Autobahnen kann es zu sogenannten Blowups kommen, so Dominik Jung. Bedingt durch die große Hitze können Teile der Fahrbahndecke aufspringen, was zu lebensgefährlichen Unfällen führen kann. 

Dramatischer Futtermangel: Tiere werden notgeschlachtet

Die konstante unsägliche Hitze hat Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Wochenlanger Regenmangel resultierte in einer Dürre. Das Resultat: Futtermangel für die Tiere, die notgeschlachtet werden müssen. Weiter führte die andauernde Trockenheit zu einer erhöhten Waldbrandgefahr. In der Lieberoser Heide in Brandenburg etwa kam es in in der dritten Juli-Woche zu einem verheerenden Großbrand, bei dem 80 Hektar lichterloh brannten.

Jetzt wird schon das Bier knapp

Die andauernde Hitzeperiode brachte auch Engpässe in der Bier-Branche mit sich: Die Leergut-Vorräte bei vielen Brauereien sind merklich geschrumpft. Bestimmte Sorten können entsprechend nicht mehr abgefüllt werden. Die Branche appelliert deshalb an ihre Kunden, Leergut möglichst „zeitnah“ in den Handel zurückzubringen.

(BLZ/OBL)