Alle Proteste, Debatten, internationale Einwände und die gut besuchte Demonstration an der Tannenbergallee 28 im Sommer haben nichts geholfen: Gestern hat offenbar der Abriss der „Poelzig-Villa“ in Westend begonnen, die 1930 von Marlene Moeschke-Poelzig für sich, ihre Familie und ihren als Architekt bekannten Mann Hans Poelzig entworfen hatte. Das Haus galt in der Zeit als das berühmteste und am meisten fotografierte Einfamilienhaus Berlins. In den späten 1930er-Jahren erwarb es nach dem Tod Hans Poelzigs der Regisseur Veit Harlan, der Schnitt seines antisemitischen Hetzfilms „Jud Süss“ fand wahrscheinlich in dessen umgebauten Studio statt. Wohl auch um diese Geschichte vergessen zu machen, wurde die Villa in den 1950er-Jahren nach amerikanischem Muster neu gestaltet.

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