Die Illustration zeigt das neu gestaltete Schicklerhaus, der Umbau soll bis Ende 2022 abgeschlossen werden.
Foto: Signa

BerlinHier hielt Nobelpreisträger Albert Einstein Anfang der 1930er-Jahre populärwissenschaftliche Vorträge, hier nutzte die Marxistische Arbeiterschule einige Räumlichkeiten, und zu DDR-Zeiten befand sich hier der Sitz der Außenhandelsbetriebe Germed und Fruchtimpex.

Das Schicklerhaus in Mitte hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Nun soll das 1910 errichtete Gebäude, das seit 2017 der Signa Holding von Karstadt-Eigner René Benko gehört, umgebaut werden. Die Signa will den an der Stralauer Straße/Ecke Littenstraße gelegenen Komplex sanieren und um drei Geschosse aufstocken. Die Arbeiten haben jetzt begonnen.

„Wir wollen die historische Identität des Gebäudekomplexes durch eine zeitgemäße Ergänzung des Erscheinungsbildes stärken“, sagt Timo Herzberg, Chef der Signa Real Estate Germany. Außerdem solle durch den Ausbau und die Aufstockung mehr Nutzfläche geschaffen werden. Geplant ist, die Natursteinfassade zu überarbeiten, das Haus im Inneren zu entkernen und anschließend neuzugestalten.

Im Erdgeschoss sind Flächen für Co-Working, Gastronomie und Einzelhandel vorgesehen. In den darüberliegenden Geschossen sollen, wie bisher, Büroflächen entstehen. Einen neuen Namen für das Haus gibt es auch schon: BEAM, auf Deutsch: Strahl.

Der Umbau des Schicklerhauses ist nicht das einzige Projekt von Signa. Der Konzern gestaltet am Ostbahnhof den ehemaligen Kaufhof zum Bürogebäude um und zieht in der Mediaspree den 90 Meter hohen Büroturm Stream hoch. Trotz Corona-Krise. „Unsere Projekte laufen planmäßig weiter“, sagt Timo Herzberg. Es sei sogar gelungen, die Kapazitäten auf den Baustellen zu erweitern. „Wir haben die Hygienemaßnahmen erheblich ausgeweitet und die Beschäftigten haben Atemschutzmasken erhalten“, sagt Herzberg. Aktuell rechne er mit keinen Verzögerungen oder steigenden Kosten. Der Umbau des Schicklerhauses soll bis Ende 2022 abgeschlossen werden.