BerlinWar es das schon mit dem Weihnachtsfest? Die Stimmung unter vielen Berlinern ist getrübt, einen Tag nachdem der Senat beschlossen hat, dass sich in der Hauptstadt angesichts der hohen Corona-Neuinfektionen nur maximal fünf Erwachsene (dazu zählen auch Kinder ab 14 Jahre) am Heiligabend und an den Feiertagen treffen dürfen, während es in anderen Bundesländern doppelt so viele sein können. Trotz der drastischen Kontaktbeschränkungen, die der Senat den Berlinern auferlegte, wollen diese sich das Weihnachtsfest nicht verderben lassen. „Wir machen das Beste daraus“, sagte die Mehrheit der Hauptstädter, die die Berliner Zeitung am Freitag auf dem Alexanderplatz befragte.

Dass es dieses Jahr ein hartes Weihnachtsfest für die Berliner werden wird, war Wirtschaftsjuristin Antje Wagner aus Friedrichshain angesichts der Pandemie schon lange klar. „Bei uns ist normalerweise Weihnachten ein großes Fest, bei dem wir mit der ganzen Familien gerne zusammen sind“, sagt die 53-Jährige. Ihr Partner, fünf erwachsene Kinder mit deren Partner, fünf Enkel: „Da ist immer viel los. Alle lieben diesen Trubel, die Geselligkeit an den Festtagen. Bei uns herrschen schon fast italienische Verhältnisse“, so Wagner. „Doch nun werden wir alle erstmals im ganz kleinen Kreis feiern müssen.“ Wegen der Pandemie will die Juristin keine Besuche machen. Auch nicht einen bei ihrer 80-jährigen Mutter, „die bei meiner Schwester lebt“. Es ist wichtiger, dass alle gesund bleiben, so Wagner. Dennoch kann sie sich mit der harten Regelung des Senats nicht anfreunden, die eine größere Festrunde verhindert.

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