Berlin . Professoren der TU Berlin könnten im höchsten Gremium der Hochschule künftig an Einfluss verlieren. Der erweiterte Akademische Senat (eAS) der TU stimmte am Mittwoch einem studentischen Antrag zu: Er sieht vor, die 60 Plätze im eAS zu gleichen Teilen unter Studenten, wissenschaftlichen Mitarbeitern, Professoren und sonstigem Personal aufzuteilen. Die Zahl der Professoren würde damit von 31 auf 15 sinken.

Der Beschluss werde nun von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft auf Rechtskonformität geprüft, sagte eine TU-Sprecherin. Wann mit einem Ergebnis zu rechnen ist, war am Donnerstag noch offen. Bis die juristischen Fragen geklärt sind, bleiben die Professoren gemäß der alten Ordnung in der Mehrheit.

Als «klares politisches Signal für mehr Demokratie» wertete Patrick Ehinger, studentisches Mitglied in dem Akademischen Senat, die Abstimmung. Sollte die Senatsverwaltung rechtliche Bedenken äußern, sei eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht denkbar. (dpa/bb)