Dass man sich über den türkischen Staatspräsidenten amüsieren kann, kommt derzeit eher selten vor. Doch in dieser Woche musste ich herzlich lachen. Auf einer Wahlkampfveranstaltung für das Referendum rief Erdogan den türkischstämmigen Frauen in Europa zu: Bekommt nicht drei, bekommt fünf Kinder! Nun reicht der lange Art von Erdogans Geheimdienst, wie wir wissen, weit in die deutschen und europäischen Kommunen, in die Schlafzimmer aber hat er es bislang nicht geschafft.

Ein Blick in die Statistik zeigt, dass ein demografischer Kreuzzug, den sich Erdogan offensichtlich wünscht, seit Jahrzehnten misslingt. In Deutschland bekommen die Frauen mit Migrationshintergrund zwar mehr Kinder als deutsche Frauen – indes der Unterschied ist minimal. Von fünf Kindern sind die deutschen Türkinnen weit entfernt, sie schaffen es im Durchschnitt nicht auf drei, ja nicht mal auf zwei. Nur 1,8 Geburten pro Frau mit Migrationshintergrund weist die Statistik auf. Bei deutschen Frauen sind es 1,4.

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