Nach Angaben der Polizei versuchten rund 200 Flüchtlinge am frühen Dienstagnachmittag in das Gebäude des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (Lageso) an der Turmstraße in Moabit einzudringen. "Sie hatten ihren Unmut über die langen Wartezeiten geäußert", sagte ein Polizeisprecher.

Polizisten drängten die Flüchtlinge, die vor allem aus dem arabischen Raum stammten, hinter die Absperrung zurück. "Es gab keine Sachbeschädigungen und auch keine Körperverletzungen", sagte der Polizeisprecher. Die Polizei stellte ihren Lautsprecherwagen zur Verfügung. Ein Arabisch-Dolmetscher erklärte der Menge die Gründe für die langen Wartezeiten. Danach habe sich die Lage beruhigt.

Das Technische Hilfswerk (THW) baute auf dem Lageso-Gelände ein größeres Zelt auf. Dort konnten die Asylsuchenden unter anderem Schutz vor Regen finden. Vor dem Lageso warten jeden Tag Hunderte Asylbewerber auf ihre Registrierung.

Flüchtlingsinitiativen empfangen Asylsuchende am Hauptbahnhof

Im Netz kursierten Gerüchte, dass am Hauptbahnhof in Berlin am Dienstag mehrere Züge mit Flüchtlingen eintreffen sollten. Die Bundespolizei bestätigte diese Gerüchte nicht. Aus einem Zug aus München stiegen beispielsweise nur zwei Asylsuchende aus.

Aber wer in Berlin ankam, wurde von ungefähr zehn Helferinnen und Helfern von Berliner Flüchtlingsinitiativen begrüßt. Sie haben Wasser und etwas zu Essen dabei und geben den Ankommenden erste Informationen, wohin sie sich in Berlin wenden können.