Wer ein möbliertes Zimmer in Berlin anmieten will, muss in der Regel 500 bis 550 Euro dafür zahlen. Das geht aus einer Untersuchung des Onlineportals Uniplaces hervor, das auf die Vermittlung von Studentenunterkünften spezialisiert ist. Dabei sind die monatlichen Mietkosten inklusive Nebenkosten berücksichtigt worden.  

Uniplaces hat die Angebote in den U-Bahnplan von Berlin eingearbeitet (siehe oben). Die so entstandene Mietkarte zeigt, welches Viertel besonders günstig oder teuer ist.  An den Stationen Zoologischer Garten, Kurfürstendamm und Charlottenburg in der City West sowie am Märkischen Museum in der City Ost sind die Mietpreise mit mehr als 700 Euro pro Monat am höchsten.

Es folgen das Oranienburger Tor und die Friedrichstraße in Mitte mit Mietpreisen von 600 bis 700 Euro. Aber auch Kreuzberg ist teuer. Am Kottbusser Tor bewegen sich die Mietpreise zwischen 550 und 600 Euro. 

Auch an der Warschauer Straße günstige Angebote

Wer preiswert mieten möchte, muss indes nicht zwingend auf Randgebiete ausweichen. Die Karte zeigt, dass beliebte und zentrale Gegenden wie die Warschauer Straße oder der Nollendorfplatz durchaus auch eine Vielzahl an preiswerten Angeboten bereit halten. Mit einer Durchschnittsmiete von 400 bis 450 Euro sind dort Zimmer für das kleinere Budget verfügbar. 

Vermieter bieten Wohnungen gerne möbliert an, weil sie diese dann sehr viel teurer vermieten können. Während im Jahr 2013 noch 23,8 Prozent aller angebotenen Wohnungen möbliert waren, belief sich der Anteil im vergangenen Jahr schon auf 27,4 Prozent, wie aus dem kürzlich veröffentlichten Wohnungsmarktreport 2017 der Maklerfirma CBRE und der Bank Berlin Hyp hervorgeht. 

2000 Angebote ausgewertet

Insgesamt hat Uniplaces rund 2000 Angebote ausgewertet. Dabei zeigte sich, dass in den Kosten für ein möbliertes Zimmer in Berlin neben Strom und Wasser oftmals auch die Nutzung des Internets enthalten ist. Die Mindestausstattung besteht stets aus einem Bett, einem Schrank oder einer Kommode, einem Regal sowie oftmals auch aus einem Schreibtisch mit Stuhl.

Die gemeinsame Nutzung der Küche und des Bades zählt ebenfalls dazu. Immer häufiger gibt es allerdings auch Angebote, zu denen eine Küchenzeile oder ein Küchenschrank gehören. „Wer bei der Inneneinrichtung an nüchterne und abgewohnte Studentenzimmer denkt, irrt“, so Uniplaces. „Der Trend geht zunehmend hin zu modern gestylter und hochwertiger Ausstattung.“