Berlin - Nach dem Bauen ist vor dem Bauen: Der Mittelstreifen der Kleiststraße in Schöneberg ist zwar von den Containern befreit, die dort während der vier Jahre dauernden Sanierung der U-Bahn-Tunnel zwischen Wittenbergplatz und Kurfürstendamm standen. Der Bezirk hat Ordnung geschaffen und Rasen gesät. 5 000 Euro hat das nach Angaben von Tempelhof-Schönebergs Baustadtrat Daniel Krüger (CDU) gekostet. Doch schon im zweiten Halbjahr 2014 wird das große Buddeln losgehen. Dann beginnt die BVG die Erneuerung der Tunnel bis zum Nollendorfplatz. „Bis dahin wollten wir wenigstens eine Interimslösung haben“, sagt Krüger.

Etwa zehn Millionen Euro werde die Tunnelsanierung kosten, inklusive Gestaltung des Nollendorfplatzes, sagt Uwe Kutscher, Leiter der BVG-Bauabteilung U- und Straßenbahn. Gestartet werde 2014 mit bauvorbereitenden Maßnahmen. 2015 gehe es dann zwischen Wittenbergplatz und der Straße An der Urania richtig los. „Die gesamte Straße einschließlich des Mittelstreifens wird aufgemacht“, sagt Kutscher. Denn unterirdisch verlaufen dort drei U-Bahn-Linien. Es werde keine Vollsperrung geben, nur Einschränkungen in beide Richtungen, sagt er. Die etwa 800 Meter lange Strecke zwischen Wittenberg- und Nollendorfplatz solle bis spätestens 2017 saniert sein.

City-West soll attraktiver werden

Wie der Mittelstreifen später aussehen soll, das werde noch beraten, sagt Stadtrat Krüger. Denn zurzeit wird über die Gestaltung des gesamten Gebietes diskutiert. Das soll städtebaulich aufgewertet werden, um den Eingang in die City West attraktiver zu gestalten. Ein Regionalmanagement, das bisher in Charlottenburg-Wilmersdorf tätig war, ist nun auch für Tempelhof-Schöneberg zuständig. Es gibt Ideen, überbreite Straßen zurückzubauen. „Anwohner wünschen sich breitere Gehwege, andere eine schönere Promenade“, sagt Krüger.

Eine neue Mittelpromenade hat bereits der Tauentzien bekommen, mit Eibenhecken und Granitsteinbeeten. Auch diese wurde im Zuge der Sanierung der U-Bahn-Tunnel geschaffen. Denn für das Wiederherrichten der Straße danach ist die BVG zuständig. Etwa eine Million Euro veranschlagt Kutscher für den Abschnitt bis zum Nollendorfplatz. Wenn der Bezirk etwas Teureres haben möchte, müsse er eigenes Geld hineinstecken und Fördermittel akquirieren.