Berlin - Beim Einsteigen ist alles noch wie immer: Alle Sitzplätze sind besetzt, es riecht nach Alkohol, feuchten Mänteln und Parfüm. Doch kurz nach der Abfahrt merken die Fahrgäste, dass sich etwas verändert hat. Denn aus den Lautsprechern tönt nicht die gewohnte Frauenstimme, sondern ein rauchiges Organ: „Hallo, hier ist Frank Zander, und die nächste Station ist Klosterstraße.“ Auf der U-Bahn-Linie U2 sagen Prominente die Stationen an.

In Pankow kündigt Toni Krahl, der Sänger von „City“, den Bahnhof Vinetastraße an. Der Schauspieler Jan Josef Liefers erinnert daran, dass der Senefelderplatz als Nächstes kommt. In Mitte reißt eine energische Stimme die U2-Fahrgäste aus ihrem Schlummer: „Hier spricht Sigrid Nikutta, die Chefin der BVG. Die nächste Station ist Hausvogteiplatz.“ Und so geht es weiter – etwa mit der Sängerin Anastacia, dem Theaterchef Dieter Hallervorden und dem Musiker Marius Müller-Westernhagen. Vor dem Sophie-Charlotte-Platz lässt sich der Komiker Otto Waalkes vernehmen, und der vorletzte Halt der U2 wird vom Hertha-Geschäftsführer angekündigt. Michael Preetz: „Und die nächste Station ist das Olympiastadion, die Heimat von Hertha BSC.“

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