Berlin - Gruß aus der Eiszeit: Bei Tiefbauarbeiten für den neuen Berliner U-Bahnhof Unter den Linden sind Arbeiter auf einen riesigen Granitbrocken gestoßen. Der Findling mit einer Kantenlänge von 3,5 Metern liege in einer Tiefe von rund 17 Metern, teilten die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) am Donnerstag mit. Der Stein behindert den Bau einer Schlitzwand, welche die Baugrube gegen einsickerndes Grundwasser sichern soll. Der „dicke Brocken“ soll nun im Erdreich zertrümmert werden.

„Wir hoffen, den da unten kaputt zu kriegen“, sagte der Projektleiter. Eigens dafür rückten Experten mit einem 142 Tonnen schweren und 27 Meter hohen Spezialbohrer an. Bis zum Sommer 2019 wollen die Verkehrsbetriebe die Lücke auf der U-Bahnlinie 5 zwischen Alexanderplatz und Brandenburger Tor schließen. An der Tunnelstrecke entstehen drei Stationen: Berliner Rathaus, Museumsinsel und Unter den Linden. Wenn alles nach Plan läuft, fährt die U5 dann zwischen Hönow und Brandenburger Tor und weiter bis zum Hauptbahnhof. (dpa)