Er sieht wirklich schick aus. Das Glas ist unzerkratzt, die Stahlteile glänzen frischpoliert. Der neue Aufzug des U-Bahnhofs Magdalenenstraße in Lichtenberg ist ein Schmuckstück. Doch die Fahrgäste werden sich noch viele Monate gedulden müssen, bis sie ihn benutzen dürfen. Denn obwohl die Bauarbeiten schon Anfang Juni beendet worden sind, wird der Aufzug voraussichtlich erst am Jahresende in Betrieb genommen. Bis dahin bleibt er gesperrt. „Ein großes Ärgernis“, meint der Lichtenberger SPD-Abgeordnete Ole Kreins. Und ein Beispiel dafür, auf welche Probleme die Verkehrsunternehmen stoßen, wenn sie ihrer Kundschaft den Zugang zu den Bahnhöfen erleichtern wollen.

Aufzüge nützen vielen Fahrgästen. Nicht nur Alte und Rollstuhlfahrer, auch Eltern mit Kinderwagen und Touristen mit Gepäck nehmen sie dankbar in Anspruch. Um so schmerzlicher ist es für sie, wenn sie wie im U-Bahnhof Magdalenenstraße einen funktionsfähigen Aufzug sehen, ihn aber nicht nutzen können. „Ich muss täglich feststellen, wie junge Frauen mühselig Kinderwagen und Behinderte Rollatoren die Treppen ’rauf und ’runter buckeln“, berichtet ein Anwohner.

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