Warnitz - Der Vorteil am Oberuckersee ist, dass er weit draußen in der Uckermark liegt, man aber trotzdem mit dem Zug und einem Spaziergang an eine gute Badestelle kommt. Man setzt sich am Hauptbahnhof in eine Regionalbahn der Linie RE 3 in Richtung Stralsund, zum Beispiel am Sonnabendmorgen um halb neun, schaut aus dem Fenster, die Strecke wird immer schöner, Eberswalde, Chorin, Angermünde ziehen vorbei, um zehn vor zehn ist man in Warnitz. Man läuft ein Stück, an Bungalows vorbei, den Bahngleisen entlang, fragt sich zum Campingplatz durch oder guckt auf dem Handy nach, wo der Eingang liegt.

Am Campingplatz bezahlt man einen Tageseintritt, der sich lohnt, denn es gibt saubere Toiletten, die Anlage zwischen den Kiefern ist schön, vor allem aber gelangt man nur so an die Badestelle. Es gibt Wiesen, Stege zum Reinspringen, Schatten unter Bäumen. Das Wasser hat Uckermarkqualität, ist also top. Am Eingang kann man belegte Brötchen kaufen und Getränke. Zumindest war es vor der Pandemie so. Seit der Pandemie steht auf der Webseite des Platzes, man komme nur rein, wenn man Dauercamper besuche oder selbst campen wolle. Was sich erstens bestimmt lohnt und zweitens ist die Pandemie irgendwann vorbei. Manchmal wird es allerdings ein bisschen voll. Im Hochsommer, den Schulferien. Auch der Nachteil am Oberuckersee ist, dass man mit dem Zug hinkommt.

Fazit: Perfekt für Berliner ohne Auto, praktisch für Familien.

Anreise: RE 3 bis Warnitz, Eintritt: 4 Euro für alle ab 13, 2,50 Euro für Kinder von drei bis 12; mehr Informationen: www.camping-oberuckersee.de