Berlin - Der Berliner Senat, die Polizei und die Berliner Verkehrsbetriebe BVG hatten bereits im Mai ein Gesetz zur längeren Speicherung von Videobändern angekündigt. Sie reagierten damals bereits auf eine ganze Reihe von brutalen Überfällen. Die Berliner Verkehrsbetriebe sollen die Videos ihrer Überwachungskameras künftig voraussichtlich 48 Stunden statt bisher 24 Stunden speichern.

Es sei davon auszugehen, dass das an diesem Freitag so beschlossen werde, sagte die CDU-Politikerin Cornelia Seibeld dem „Tagesspiegel“. Sie führt für die Berliner CDU die Arbeitsgruppe Inneres/Justiz in den Koalitionsgesprächen mit der SPD. „Wir haben uns intern in den Arbeitsgruppen schon darauf geeinigt“, sagte Seibeld.

Eine Sprecherin der Berliner Verkehrsbetriebe sagte der Nachrichtenagentur dpa am Donnerstagabend, für eine längere Speicherung von Videoaufnahmen sei eine Gesetzesänderung in Berlin notwendig. Das Verkehrsunternehmen unterstütze aber solche Pläne. Eine längere Speicherung könne bei den Ermittlungen der Polizei helfen. In der Hauptstadt war es immer wieder zu Gewaltattacken in S- und U-Bahnen gekommen, mehrere Menschen wurden verletzt. (dpa)