Das Kaufhaus des Westens ist das einzig verbliebene Luxuswarenhaus aus der Berliner Gründerzeit. Es eröffnete am 27. März 1907 am Wittenbergplatz in Schöneberg, das damals noch nicht zu Berlin gehörte.

Es gibt zahlreiche Dokumentationen über die Geschichte des Kaufhauses. Nun soll eine Fernsehserie hinzukommen. Die Potsdamer Produktionsfirma Ufa Fiction um Filmemacher Nico Hofmann teilte am Mittwoch mit, sie werde die 110-jährige Historie exklusiv verfilmen.

Im KaDeWe habe sich die Geschichte Deutschlands durch die Jahrzehnte verdichtet, erklärte Ufa-Fiction-Geschäftsführer und Produzent Benjamin Benedikt - „von der Gründung durch den jüdischen Geschäftsmann Adolf Jandorf in der Kaiserzeit über die Arisierung durch die Nazis, die Zerstörung im Zweiten Weltkrieg, den erfolgreichen Wiederaufstieg im Nachkriegsdeutschland über die Symbolkraft des freien Westens während des Kalten Krieges bis heute“. Die Serie werde von Menschen, ihren Lebensbedingungen, Hoffnungen und Träumen erzählen.

Wo die Produktion laufen soll, steht nach Angaben einer Ufa-Sprecherin noch nicht fest. Man befinde sich in Gesprächen, hieß es. Das KaDeWe erklärte, es sei sicher, dass die Marke des Hauses durch eine solche Serie noch weiter über die Grenzen Berlins und Deutschlands getragen werde. (BLZ/dpa)