Um den Plastikmüll zu verringern, will der Senat hundert neue Trinkbrunnen in Berlin errichten.

Berlin will mit 100 neuen Trinkbrunnen den Müllbergen aus Plastikflaschen den Kampf ansagen. Mit den kostenlosen Wasserspendern soll der umweltschädliche Plastikabfall reduziert werden. Außerdem sollen mehr Berliner leichteren Zugang zu kostenlosem Trinkwasser bekommen. Über das Vorhaben des Berliner Senats berichtete die Berliner Morgenpost.

„Mit mehr kostenlosem Wasser aus öffentlichen Brunnen spart Berlin auch Plastik. Die Müllberge in unseren Parks werden kleiner“, sagte die Grünen-Fraktionschefin Silke Gebel gegenüber der Zeitung.

In Schulen, Verwaltungen oder Bürgerämtern

Derzeit stehen in der Hauptstadt rund 50 Trinkbrunnen. Mit dem Bau der etlichen neuen Anlagen, wäre das also eine Zunahme um 200 Prozent an kostenlosen Trinkbrunnen im Stadtgebiet. Entstehen sollen die Wasserspender nicht nur auf öffentlichen Plätzen, sondern auch in Schulen, Verwaltungen oder Bürgerämtern. Die Trinkbrunnen sind an das Berliner Trinkwassernetz angeschlossen. Von Mai bis Oktober liefern sie Wasser.

Das Projekt ist aus der Initiative „Blue Community“ entstanden. Die weltweite Organisation setzt sich dafür ein, dass Wasser als öffentliches Gut geschützt wird. Die Koalitionsfraktionen forderten den Senat auf, sich daran zu beteiligen.

Der Senat will das Projekt in den kommenden Wochen beschließen. Schöpfen kann der Senat laut Morgenpost aus einem Projektbudget von einer Millionen Euro in den nächsten beiden Jahren. (BLZ)