Berlin-Mitte - Die Zivilgesellschaft lebt! Sie nimmt die kaltschnäuzige Unverschämtheit, mit der das Bezirksamt Mitte auf die Einsprüche gegen die Umbenennung der Mohrenstraße reagiert hat, nicht schweigend hin. Und weil die Autorin nicht treffender formulieren könnte, überlässt sie diesen Meinungsbeitrag weitgehend der Leserschaft. Sarkastisch bringt Bodo Manke die Stimmung auf den Punkt und gibt „der Obrigkeit untertänigst“ bekannt: „Ich werde – zu meiner Sicherheit ­– künftig immer eurer Meinung sein. Danke, dass ich nicht mehr denken muss!“

Was war passiert? 1134 Berlinerinnen und Berliner, die der Tilgung des historischen Namens widersprochen hatten, erhielten eine maschinell erstellte Eingangsbestätigung. Sie enthält den „vorsorglichen Hinweis“, dass Gebühren von bis zu 741,34 Euro entstehen können und den Rat, auf das demokratische Recht des Einspruchs zu verzichten: „Wenn Sie den Widerspruch zurückziehen, würden keine Gebühren anfallen.“

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