Seit Monaten ärgern sich die Bewohner von Schöneberg über den Umbau der Maaßenstraße. Diese war für fast eine Million Euro zur Begegnungszone umgestaltet worden. Jetzt hat die Bezirks-FDP eine Umfrage unter den Gewerbetreibenden der Straße und Passanten gemacht. Das kaum überraschende Ergebnis: Sie ärgern sich.

Rund die Hälfte der Gewerbetreibenden nahm an Umfrage teil

Insgesamt 33 Gewerbetreibende haben die Freien Demokraten auf der Straße zwischen Nollendorf- und Winterfeldtplatz ausgemacht, rund die Hälfte habe sich an der Umfrage beteiligt, die vom 20. April bis 5. Mai lief, hieß es. Auch Passanten wurden befragt. Gemeinsam mit der Initiative „Rolle rückwärts“, die seit Jahreswechsel mehr als 800 Unterschriften gegen den Umbau gesammelt hat, stellte die FDP die Ergebnisse am Dienstag vor.

Zwei Drittel der Befragten geben Projekt eine schlechte Note

Demnach kreuzten bei der Frage, wie zufrieden sie mit dem Umbau seien, auf einer Skala von 1 (sehr zufrieden) bis 6 (sehr unzufrieden) 66 Prozent die 6 an. „Der Umbau ist durchgefallen“, sagte FDP-Vorstand Sebastian Ahlefeld. Insbesondere die Verkehrssituation habe sich nach Angaben der Befragten drastisch verschlechtert. Der Wegfall der Parkplätze sei ebenso schlecht, wie die Platzierung von Bänken und bunten Klötzen direkt an der Fahrbahn gefährlich sei. Im Übrigen sei das Ergebnis hässlich.

Für FDP-Generalsekretär Sebastian Czaja sei es unstrittig, „dass das Konzept Begegnungszone gescheitert ist.“ Der Senat solle die weiterhin geplanten Zonen an der Bergmannstraße und am Checkpoint Charlie absagen. Dennoch bleibe das Thema „Mobilität in Berlin“ enorm wichtig, so Czaja. „Dafür brauchen wir weiterhin Lösungen – aber andere.“