Berlin - „Die Darstellung, dass der ThyssenKrupp-Konzern nicht vor dem Staatsratsgebäude baut, ist nicht korrekt“, heißt es in einer Stellungnahme. Der Konzern widersprach damit einer Äußerung des ehemaligen Präsidenten des Bundesamtes für Bauwesen und Raumordnung, Florian Mausbach. Dieser hatte unter Berufung auf ein Telefonat mit dem Ehrenvorsitzenden des ThyssenKrupp-Aufsichtsrats, Berthold Beitz, der Berliner Zeitung gesagt, dass der Konzern die Bau-Pläne nicht weiter verfolgen wolle.

ThyssenKrupp bestätigte zwar, dass es ein Telefongespräch zwischen Beitz und Mausbach gegeben habe, doch sei zwischen den Beteiligten ausdrücklich Vertraulichkeit vereinbart worden. Die Wiedergabe des Gesprächs durch Mausbach entspreche „nicht den tatsächlichen Aussagen“ von Berthold Beitz.

Mausbach bekräftigte hingegen am Donnerstag seine Darstellung des Telefonats. Die Äußerungen durch Beitz seien so gefallen. Es sei zudem keine Vertraulichkeit vereinbart gewesen, sagte Mausbach. Der Bau der Hauptstadtrepräsentanz ist umstritten, weil das Gebäude in nur 14 Meter Entfernung zum denkmalgeschützten Staatsratsgebäude entstehen soll und dieses zum Teil verdecken würde.