Bei einer möglichen Umsiedlung der beiden Berliner Stadtbären Maxi (27 Jahre) und Schnute (32) muss auf eine Narkotisierung verzichtet werden, um aufgrund des hohen Alters der Tiere ein Risiko zu vermeiden. Darauf haben sich die Tierschutzorganisation Vier Pfoten und der Amtstierarzt des Bezirks Mitte geeinigt. Die Ärzte haben in dieser Woche mit ihren Untersuchungen begonnen, ob die Bären aus dem zu engen Zwinger im Köllnischen Park in den Bärenwald Müritz nach Mecklenburg-Vorpommern umgesiedelt werden können, wie es Tierschützer seit Jahren fordern. Baustadtrat Carsten Spallek (CDU) sagte, man werde sich den Bärenpark ansehen.

Um den Gesundheitszustand der Tiere zu beurteilen, wird ein Experte des Instituts für Zoo- und Wildtierforschung hinzugezogen. Geklärt werden soll, ob die Bären transportfähig sind und ob sie auch ausgewildert werden können. Dies müsste ohne Stress für die alten Tiere erfolgen, denn Stress könnte für sie den Tod bedeuten. Unklar ist zum Beispiel, wie die Bären an eine Transportkiste gewöhnt werden können. „Das ist ein sehr sensibles Thema. Die Bären waren noch nie getrennt“, sagt Spallek. Nach seiner Einschätzung wird das Gutachten frühestens im Juni vorliegen.