Christina Grätz steht in einem mannshohen Erdloch im nördlichen Umland von Berlin. Im Hintergrund rauscht der Autobahnverkehr vorbei. Mit einem Spaten und ihren bloßen Händen hat sie die Stelle ausgebuddelt. Um die Biologin herum: Millionen von Waldameisen. Für die Tiere steht an diesem Tag ein Umzug an. Mehr als 200 Ameisennester werden über Wochen verteilt wegen geplanter Ausbauarbeiten am Berliner Ring (A 10) versetzt, wie Grätz erläutert. In der Umgebung sollen die geschützten Arten ein neues Zuhause finden. Für die Ameisenumsiedler bedeutet das Akkordarbeit.

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