Auf dem S-Bahnhof Westkreuz ist in der Nacht zum Freitag ein Mann schwer verletzt worden. Gegen 1.15 Uhr war der 51-Jährige auf dem Ringbahnsteig ins Gleisbett gesprungen, um Zigarettenkippen aufzusammeln. Der Fahrer der herannahenden S-Bahn der Linie 42 in Richtung Bundesplatz leitete eine Schnellbremsung ein. Dennoch erfasste der Zug den Zigarettensammler, der unter die Waggons geriet. Damit die Feuerwehr den Mann bergen konnte, mussten die S-Bahnwagen getrennt werden. Der 51-Jährige kam mit mehreren Knochenbrüchen ins Krankenhaus. Der S-Bahn-Fahrer erlitt einen Schock und musste von einem Kollegen abgelöst werden.

Gegen 5.40 Uhr wurde dann ein 47-Jähriger aus Wilmersdorf leicht verletzt. Er hatte auf dem S-Bahnhof Bundesplatz versucht, die S-Bahn zu erreichen. Er blieb mit seiner Jacke zwischen den geschlossenen Türen hängen und stürzte auf den Bahnsteig. Eine Reisende im Zug betätigte die Notbremse. Der alkoholisierte Mann erlitt leichte Verletzungen durch den Sturz und wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Bereits am Donnerstagabend hatte es auf dem Hauptbahnhof einen Unfall gegeben. Ein 19-Jähriger war ins Gleisbett gesprungen und von einer S-Bahn erfasst worden. Er wurde verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Auch ein Bahnbeschäftigter erlitt einen Schock. Wegen des Vorfalls musste der Verkehr auf der Stadtbahn vorübergehend eingestellt werden.

Einen Vorfall, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, gab es am Donnerstag auch am Bahnhof Heerstraße in Spandau. Gegen 14.40 Uhr beobachtete die Aufsicht des S-Bahnhofs, wie ein13-jähriger Junge und ein gleichaltriges Mädchen über die Schienen liefen. Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes holte die beiden von den Gleisen. Warum die Kinder diese lebensgefährliche Abkürzung wählten, verrieten sie nicht. Bundespolizisten nahmen sich der beiden an und führten mit ihnen und den Eltern ausführliche Gespräche darüber, wie gefährlich es ist, sich in Gleisanlagen aufzuhalten.

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