Unfälle in Berlin: Diese fünf Gruppen sind im Straßenverkehr besonders gefährdet

FUßGÄNGER: Fußgänger sind besonders gefährdet. 2015 kamen 19 von ihnen bei Unfällen ums Leben. In keiner anderen Gruppe waren es so viele Tote. Zugleich stieg die Zahl der Unfälle mit Fußgängern um fast 7,4 Prozent auf 2595. Häufigste Gründe waren demnach das Missachten des Verkehrs oder roter Ampeln und plötzliches Hervortreten.

RADFAHRER: Radfahrer sind neben den Fußgängern eine weitere besonders gefährdete Gruppe. Zehn von ihnen starben im vergangenen Jahr im Straßenverkehr. Auch die Zahl der Unfälle nahm weiter zu. Hauptgrund war bei ihnen das Benutzen der falschen Fahrbahn. Waren Autofahrer schuld, lag das vor allem an Fehlern beim Abbiegen. Bedenklich sei die Haltung „Ist mir egal, Hauptsache ich komme an“, warnte Verkehrs-Staatssekretär Christian Gaebler mit Blick auf Radfahrer, die sich durch Autos schlängeln oder auf dem Gehweg fahren.

MOTORRADFAHRER: Auch für Motorradfahrer ist das Risiko, sich bei einem Unfall schwer zu verletzen oder gar ums Leben zu kommen, hoch. Ähnlich wie Fußgänger und Radfahrer sind auch sie vergleichsweise ungeschützt. Zuletzt ging die Zahl der Unfälle mit Motorradfahrern allerdings zurück. Unfall-Ursachen sind oft zu geringer Abstand und zu schnelles Fahren. Letzteres ist ein generelles Problem: Insgesamt missachtete 2015 jeder 20. Verkehrsteilnehmer bei Geschwindigkeitskontrollen in Berlin das zulässige Tempo.

JUNGE MENSCHEN: Zu schnelles Fahren war auch bei jungen Leuten eine der häufigsten Unfallursachen - nach Fehlern beim Abbiegen und beim Sicherheitsabstand. Zuletzt ging die Zahl der verunglückten 18- bis 24-Jährigen allerdings zurück. Unfälle mit Kindern nahmen unterdessen zu. Ein Kind kam dabei 2015 ums Leben.

SENIOREN: Über 64-Jährige waren 2015 in 15.739 Unfälle verwickelt - die Zahl steigt seit Jahren. Jeder dritte Verkehrstote war im vergangenen Jahr ein Senior.