Berlin - Seit rund zwei Wochen sind sie auf Straßen in Deutschland erlaubt: Mit dem neuen Verkehrsmittel E-Scooter häufen sich in Berlin die Unfälle.

Allein am vergangenen Wochenende seien vier Menschen nach Stürzen von Elektro-Tretrollern stationär aufgenommen worden, sagte eine Sprecherin des Unfallkrankenhauses Berlin in Marzahn (UKB) auf Anfrage. Zwei weitere, leichter verletzte E-Roller-Fahrer konnten die Klinik nach einer Behandlung wieder verlassen.

Kaum Vorschriften für Nutzung von E-Scootern

Die Schwerverletzten brachen sich den Angaben zufolge verschiedene Knochen, etwa einen Rückwirbel oder die Hand. Ein Patient habe sich eine Kopfplatzwunde und eine Gehirnerschütterung zugezogen. Der Unfallhergang war laut der UKB-Sprecherin unterschiedlich: Eine Frau sei zum Beispiel in den fließenden Verkehr geraten und von einem langsam fahrenden Lastwagen mitgeschleift worden. Ein Mann sei betrunken gewesen und gestürzt. Die Häufung der Vorfälle gebe Anlass, die Entwicklung weiter zu beobachten, hieß es am UKB.

Die Polizei hatte Ende vergangener Woche von den ersten bekannten schweren Unfällen mit den E-Tretrollern berichtet. Insgesamt spricht die Polizei bisher von 13 Vorfällen in Berlin. Bei allen Verkehrsunfällen waren laut Polizei die E-Scooterfahrer Verursachende. Zu Verstößen gegen das Verbot zur Gehwegnutzung lägen noch keine validen Daten vor.

Die Gefährte können bis zu 20 Kilometer pro Stunde schnell fahren. Führerschein, Mofa-Prüfbescheinigung oder ein Helm sind nicht vorgeschrieben. Fahren darf man auf dem Radweg oder sonst auf der Straße. (dpa/BLZ)