Potsdam - Nach internen Untersuchungen zu einem tödlichen Unfall 22. August 2017, bei dem ein 56-jähriger nach einem Zusammenstoß seines Wagens mit zwei Wasserbüffeln starb, hat die Polizei am Montag eine interne Kommunikationspanne  eingeräumt.

Es hatte vorher zwei Notrufe gegeben, dass sich die Kühe unerlaubterweise auf der Straße befanden. Doch die wurden nicht entsprechend weitergeleitet. Eine Mitschuld der Polizei an dem späteren  Unfall, wird allerdings ausgeschlossen.

Nicht zu verhindern

„Nach heutigen Erkenntnissen hätte auch der sofortige Einsatz eines Funkstreifenwagens nach dem zweiten Notruf den Unfall nicht verhindern können“, teilte das Potsdamer Polizeipräsidium mit.

An jenem Tag kam es um 5.47 Uhr uf der Bundesstraße B102 in der Nähe der alten Ziegelei bei Treuenbrietzen zu einem schweren Verkehrsunfall. Der Wagen des 56-Jährigen stieß mit zwei auf der Straße befindlichen Wasserbüffeln zusammen. Der Wagen  kollidierte danach mit einem Baum und der  Fahrer verstarb noch an der Unfallstelle.

Heftige Kritik an Zirkus und Polizei

Es gab heftige Kritik an dem Zirkus, bei dem die Büffel entflohen sein soll – die Zirkusleute behaupten, sie seien wohl von Tierschützern befreit worden. Die Ermittlungen laufen noch.

Die polizeiintern Ermittlungen ergaben, dass das Einsatz- und Lagezentrum über den Notruf 110 um 5.25 Uhr erstmalig über freilaufende Rinder informiert wurde. Daraufhin wurden sowohl die Notfallleitstelle der Deutschen Bahn in Berlin als auch die Bundespolizei telefonisch informiert.

Um 5.31 Uhr ging am Einsatzzentrum ein weiterer Anruf ein.  Wie die Polizei mitteilte, schickte der Einsatzbearbeiter, der erst vor fünf Monaten seinen Dienst im Einsatzzentrale begonnen hatte , entsandte keinen Streifenwagen und setzte auch keine Verkehrswarnmeldung ab.

Kommunikationsprobleme

„Ursächlich dafür, dass das auch nach beiden Notrufen nicht erfolgte, waren Kommunikationsprobleme beziehungsweise Missverständnisse zwischen den beteiligten Einsatzbearbeitern“, teilte die Polizei mit.

Mit dem Bearbeiter und der gesamte Schicht jener Nacht seien die Fehler  aufgearbeitet worden. Außerdem seien weitere Qualifizierungsmaßnahmen geplant.