Berlin - Im Fall des im Februar erstochenen Union-Fans hat die Polizei einen Tatverdächtigen im brandenburgischen Finsterwalde festgenommen. Das bestätigte eine Sprecherin der Berliner Zeitung. Es soll sich dabei um einen 29-Jährigen handeln, der bereits polizeibekannt ist. Ob er aus Finsterwalde stammt oder sich in der kleinen Ortschaft im Landkreis Elbe-Elster brandenburgischen Süden nur vor den Fahndern versteckte, wurde nicht gesagt. Auch wie die Ermittler auf die Spur des Tatverdächtigen kamen, ist noch nicht bekannt. 

Der Mann wurde nach wochenlangen Ermittlungen der ersten Mordkommission und der Berliner Staatsanwaltschaft gegen acht Uhr morgens von der Berliner Bereitschaftspolizei festgenommen. Er soll nach Angaben aus Ermittlerkreisen zur Stunde nach Berlin gebracht und hier einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden. Die Staatsanwaltschaft soll nach Informationen dieser Zeitung bereits einen Haftbefehl wegen eines Tötungsdeliktes beantragt haben.

Richter entscheidet über Untersuchungshaft

Ob die Sicherheitsbehörden die Tat nach derzeitigem Ermittlungsstand als Mord oder als Totschlag einstufen, ist bislang noch unklar. In jedem Fall muss nun ein Richter entscheiden, ob der Festgenommene in Untersuchungshaft genommen wird.

Der Tatverdächtige soll den 19-jährigen Karl M. am Samstag, den 9. Februar auf einem Supermarktparkplatz an der Wichertstraße erstochen haben. Nachdem er M. und dessen Begleiter unvermittelt als „Schwuchteln“ und „Hurensöhne“ beschimpft hatte, stach er Karl M. ein Messer in den Rücken, dann flüchtete er. Der Mann soll während der Tat zudem in Begleitung einer Frau gewesen sein.

Mysteriöse Begleiterin

Die Polizei veröffentlichte später Videosequenzen aus der Überwachungskamera des Supermarktes, in dem eine Frau mit Hund zu sehen war. Laut Beschreibung der Beamten habe die Begleiterin schulterlanges dunkles Haar, sei hellhäutig, trug eine enge blaue Hose, dunkle Schuhe und einen roten Rucksack mit sich. Ob und wenn ja welche Rolle sie bei der Tat spielte, ist noch unklar. Ebenso, ob ihre Identität mittlerweile bekannt ist.