Der Aufsichtsrat der Olympiastadion GmbH ist ein überschaubares Gremium. Sportsenator Frank Henkel (CDU) leitet ihn, außerdem sitzt sein Amtsvorgänger Klaus Böger (SPD) als Präsident des Landessportbunds am Tisch, sowie eine Vertreterin der Finanzverwaltung. Allzu kontrovers sind die Tagesordnungen normalerweise nicht. An diesem Mittwoch aber müssen sich die drei Aufseher mit einem Bericht befassen, der unangenehm ist für den vierten Teilnehmer der Sitzung: Geschäftsführer Joachim E. Thomas.

Henkel hat Thomas’ Abrechnungen von Wirtschaftsprüfern kontrollieren lassen. Dabei sollen Unregelmäßigkeiten aufgedeckt worden sein. Unter anderem soll Thomas bei Dienstreisen in einigen Fällen in der Business- statt in der Economy-Klasse geflogen sein, bei Hotelübernachtungen soll er den Kostenrahmen von 80 Euro pro Nacht mehrfach überschritten haben, außerdem soll er auf Dienstreisen erworbene Bonuspunkte außerdienstlich genutzt haben. Sollten die Vorwürfe zutreffen, so hätte Thomas gegen entsprechende interne Richtlinien verstoßen.

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