BerlinSie kommen. Erst hört man nur ein fernes Krächzen, dann sind sie plötzlich da. Ein großer Schwarm Krähen kreist über dem Parkplatz vor dem Tower der Deutschen Flugsicherung, auf dem sich noch die Radarantenne dreht. Nebenan, auf dem Sims des sechseckigen Terminals A, geraten Tauben ins Blickfeld. Nicht weit entfernt, hinter den einfachen Bauten des Terminals C, lärmen Stare auf einem Lichtmast. Es sieht so aus, als würden sich die Vögel darauf vorbereiten, das Gelände zu übernehmen. Derzeit ist es  noch ein Flughafen – von Sonntag an nicht mehr.

„Ich finde es  schade, dass Tegel geschlossen wird. Andere Städte wie London haben doch auch mehrere Flughäfen“, sagt ein Mann aus Reinickendorf. Er käme gern ins Terminal C, um ein paar Fotos mit dem Handy zu schießen. „Darf ich hier rein?“, fragt der pensionierte Polizeibeamte.  Doch die Sicherheitskraft, die am einzigen geöffneten Eingang wacht, lässt ihn nur einen Meter weit ins Gebäude, in dem die Check-in-Schalter schon seit Tagen schlummern und die Ansagen keinen Fluggast mehr erreichen. Der Mann in der grellgrünen Weste wirkt genervt. „Immer wieder kommen Leute. Aber hier ist zu.“

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