Berlin-Kreuzberg - Es sieht alles so normal aus an diesem Samstagvormittag im Bateau Ivre auf der Kreuzberger Oranienstraße: Hinterm Tresen zischt die Kaffeemaschine, der Barmann trocknet Gläser, am Tisch in der Ecke trinkt eine junge Frau Ingwertee und liest ein Buch, daneben sitzt eine Familie und frühstückt, ein Mann blättert in einer Zeitung, ein anderer schaut gebannt auf seinen Laptop. So normal. Aber nach über einem halben Jahr mit Corona ist Normalität fragil geworden, und deshalb möchte man sich diesen Moment einrahmen. Wer weiß, wann wir wieder im Café sitzen werden. Sicher ist nur: Es wird der Moment kommen, wo uns das sehr fehlen wird.

Am Mittwoch hat die Bundesregierung verkündet, dass im November alle Gastronomiebetriebe schließen müssen. Am Donnerstag beschloss der Berliner Senat den Teil-Lockdown für die Stadt. Ab Montag hat also alles zu: Restaurants, Bars, Cafés. Auch das Bateau Ivre, Kreuzberger Institution seit 21 Jahren – morgens gibt es hier Kaffee und Zeitungen, mittags was Warmes und abends Tapas, Wein und Bier.

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