Der pinkfarbene Lippenstift bewahrt sicher das Geld auf, das man sich fürs Ausgehen eingesteckt hat. Auch die große Schraube, in deren Innern ein paar Banknoten Platz finden, würde ein Räuber seinem Opfer nicht unbedingt wegnehmen. Im handlichen Feuerlöscher kann man unbesorgt die Pässe unterbringen, die Haarbürste mit den Autoschlüsseln im abschraubbaren Griff getrost am Strand liegenlassen. Und im Sockel einer Toilettenbürste würden vielleicht selbst Kronjuwelen unangetastet bleiben. Stefan Neser hat harmlose Alltagsgegenstände zu Verstecken umfunktioniert und vertreibt sie im Internet, auf Märkten und in seinem Laden am S-Bahnhof Sonnenallee.

„Vanrode“ steht über dem Eingang in der Schudomastraße – so benannte Daniel Kehlmann den Zaubermeister in seinem Roman „Beerholms Vorstellung“. Wer über die Schwelle tritt, kann viele kuriose Dinge verbringen und sich über die Aufschrift „Zähne und Gebisse“ amüsieren, mit der ein Karton beschriftet ist, in dem sich entsprechend gestaltete Seife befindet. Das gehört auch zum Sortiment: Herzen, Enten und Chrysanthemen aus Seife. Das Herzstück des „Vanrode“-Unternehmens ist jedoch die Produktion von mobilen, gut getarnten Aufbewahrungsmöglichkeiten für alle Dinge, die Diebe und Einbrecher besser übersehen sollten.

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