Die Vorwürfe gegen Stefan T.  wiegen schwer. Sie haben seine Karriere im Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) abrupt beendet. Der 48 Jahre alte Mann arbeitete als Referatsleiter und ist jetzt wegen des Verdachts der Bestechlichkeit in einem besonders schweren Fall angeklagt worden.

Der Mann soll sich in der Behörde von den Inhabern einer Wachschutzfirma bestechen lassen haben. Von Summen zwischen 5000 und 10.000 war bei der Verhaftung im Februar dieses Jahres die Rede. Im Gegenzug soll Stefan T. die Sicherheitsfirma zum Schutz von Flüchtlingsunterkünften engagiert haben.

In seinem Büro stellten Fahnder 51.000 Euro sicher. Bestechung und Bestechlichkeit wird mit einer Höchststrafe bis zu fünf Jahren Gefängnis bestraft. Der Termin des Prozessauftakts ist noch nicht bekannt.

Stefan T. befindet sich noch in Untersuchungshaft, obwohl ein Gericht die Haft inzwischen ausgesetzt hat. Er sei noch nicht verschont worden, weil er die gegen ihn erteilten Auflagen noch nicht erfüllt habe, hieß es bei der Staatsanwaltschaft. Er soll seinen Pass abgeben und 30.000 Euro Kaution hinterlegen. Geborgtes Geld wird nicht akzeptiert.