Berlin - Gegen den früheren Vorsitzenden der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, wird nicht weiter ermittelt. Ein Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft sagte am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur, das Verfahren sei wegen geringer Schuld und mit Zustimmung des Gerichts eingestellt worden. Gegen Kolat war wegen des Verdachts der Untreue ermittelt worden. Er hatte sich im Februar selbst angezeigt.

Laut Kolats Anwalt ging es um Barabhebungen von einem Konto der Türkischen Gemeinde. Kolat räumte dem Anwalt zufolge ein, zwischen 2012 und 2014 «einige Barauszahlungen» von einem Konto der Gemeinde vorgenommen zu haben. Belege dafür seien nicht immer eingereicht worden. Allerdings habe er die Beträge «zeitnah» wieder zurückgezahlt. Kolat stand fast neun Jahre an der Spitze des Bundesverbandes. (dpa/bb)