Unwetter über Berlin: Wasserschaden bei der Feuerwehr - Straßen überflutet

Ein heftiges Gewitter ist am späten Freitagnachmittag über Berlin hinweggezogen. Die Feuerwehr rief gegen 17 Uhr erneut den Ausnahmezustand Wetter aus - wie schon bei den Gewittern in den vergangenen Tagen. Notrufe werden dann nicht mehr chronologisch, sondern nach Dringlichkeit bearbeitet. Die Retter rückten zu 200 wetterbedingten Einsätzen aus, wie ein Sprecher der Feuerwehr mitteilte. Gegen 22 Uhr erklärte die Berliner Feuerwehr den Ausnahmezustand für beendet. Personen seien bei den Einsätzen nicht zu Schaden gekommen.

Die meisten Einsätze galten Wasserschäden in Gebäuden und auf Straßen, wie der Sprecher sagte. Auch die Feuerwehr selbst blieb nicht von den Folgen des Starkregens verschont: „In mehreren Wachgebäuden haben wir Wassereinbrüche zu verzeichnen, die unsere Kräfte beschäftigen“, teilte sie auf Twitter mit.

Dieses Mal waren die Retter auch selbst vom Starkregen heftig betroffen: In mehreren Wachgebäuden der Feuerwehr war Wasser eingebrochen.

Gewitter: Wasser läuft in U-Bahnhof Hermannplatz

Der U-Bahnhof Hermannplatz war ebenfalls von dem Starkregen betroffen. In den sozialen Netzwerken wurden Videos geteilt, auf denen zu sehen war, wie Wasser die Treppe zum Bahnsteig hinunterfloss.

Die Tramlinien 21, 27, 37, 60, 61, 62, 63, 67 und 68 wurden  im Bereich Treptow-Köpenick zeitweise witterungsbedingt eingestellt. Auch mehrere Buslinien wurden unterbrochen.

Straßen wegen des Gewitters gesperrt: Land unter in Tiergarten

Insbesondere in Tiergarten, Moabit, Mitte, Kreuzberg, Tempelhof und Neukölln waren zahlreiche Straßen wegen Überschwemmung gesperrt. Auf der Klingelhöferstraße in Tiergarten stand nach Angaben der Verkehrsinformationszentrale das Wasser so hoch, dass sich dort der Verkehr staute. Mehrere Autos blieben an der Tiergartenstraße im teilweise knietiefen Wasser liegen. Auch die Einfahrt Buschkrugallee auf die A100 Richtung Wedding war aufgrund von Wasser auf der Fahrbahn gesperrt, teilt die Verkehrsinformationszentrale mit.

An den Flughäfen Tegel und Schönefeld kam es am Freitagnachmittag zu wetterbedingten Verzögerungen. Die Flughafenbetreiber baten Reisende darum, Geduld mitzubringen. 

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte am Freitagnachmittag eine amtliche Warnung vor Gewitter für den Raum Berlin ausgegeben. Neben starkem Regen mit Niederschlagsmengen um 20 l/m² wurde bis in den Abend hinein auch vor Windböen bis 60 km/h im Stadtgebiet gewarnt. Für Brandenburg galt ebenfalls eine Unwetterwarnung. In der Nacht sollten die Gewitter nachlassen. (BLZ)