Urania: Große Straßen, wenig Raum zum Flanieren

Berlin - Rund um die Urania in Schöneberg ist der Traum von der autogerechten Stadt blechgewordene Realität. Überbreite Straßen zerschneiden das Areal, für Fußgänger gibt es kaum Grund, dort zu flanieren. Es gibt nur wenige Geschäfte und Gaststätten, Passanten wollen dort vor allem Eines: schnell wieder weg – hin zum nahen Wittenbergplatz mit dem Kaufhaus des Westens (KaDeWe) oder zum Shopping-Boulevard Tauentzienstraße.

Nun werden Ideen dafür gesucht, das Gebiet attraktiver zu gestalten. Das Regionalmanagement City West und das Stadtplanungsamt Tempelhof-Schöneberg laden deshalb zu zwei Informationsveranstaltungen ein – diese finden am nächsten Donnerstag und am 20. August jeweils von 18.30 Uhr bis 21 Uhr in den Räumen der Urania (An der Urania 17) statt.

„Wir wollen damit beginnen, den östlichen Eingangsbereich in die City West besser zu gestalten und den öffentlichen Raum für Anwohner sowie den Einzelhandel und Tourismus zu verbessern“, sagt Stadtentwicklungs-Stadträtin Sibyll Klotz (Grüne). Dafür gebe es Geld aus dem Zentren-Programm des Senats. Auch geplante Sanierungsarbeiten der BVG an den U-Bahntunneln und -bauwerken böten Möglichkeiten zur Neugestaltung des Raums, so Klotz. Zudem werde geprüft, ob überdimensionale Verkehrsflächen reduziert und zu Bauland umgewidmet werden können.

Das Büro Gruppe Planwerk hat erste Ideen zum Umbau erstellt, die bei den beiden Veranstaltungen diskutiert werden sollen. Der Eintritt ist frei.