Ob auf dem Tempelhofer Feld, dem Dach des Parkhauses der Neukölln Arcaden, dem Prinzessinen-Garten oder in der Domäne Dahlem: Urban Gardening ist in Berlin angesagt.

Seit jeher wird in städtischen Räumen Gartenbau betrieben; urbaner Gartenbau ist ein deutscher Begriff für das heute landläufige Urban Gardening.

Wachsende Bedeutung

An Bedeutung gewinnt diese Praktik jedoch deswegen, weil global die Bevölkerung in städtischen Zentren wächst - das gilt in Deutschland auch für Berlin. In der Zukunft könnten Versorgungsengpässe bei Grundnahrungsmitteln auftauchen, zudem gibt es eine gestiegene Nachfrage an Bio-Lebensmitteln und an einem umweltverträglichen Anbau. Urban Gardening ist also mehr als ein Spleen langhaariger Rumhänger, es ist eine logische Konsequenz aktueller wirtschaftlicher und ökologischer Entwicklungen.

Ein U-Bahnplan von der Initiative "Seed Bomb City" zeigt nun, entlang welcher Linien in Berlin sich welche Gartenprojekte finden. Unterhalb der Karte gibt es auf der Website die Adressen und weitere Infos. An der U1 zum Beispiel ist der Generationengarten Berlin-Kreuzberg, an der U5 der Menschenkindergarten, an der U7 die Prachttomate, an der U8 der Spreeacker oder an der U9 der Bürgergarten Moabit.

Wer sich informieren möchte und vielleicht selbst Hand anlegen möchte, der bekommt mit der Karte einen guten Überblick - und erfährt gleich, mit welchen U-Bahnlinien er am besten zum jeweiligen Garten kommt.