Ludwigsfelde - Der Schaden, den die Explosion anrichtete, war beträchtlich. Die Fensterrahmen wurden teilweise aus den Verankerungen in der Wand gerissen. „Die Scherben der Scheiben und die Fensterteile wurden etwa 50 Meter weit geschleudert“, sagte Polizeisprecher Torsten Ringel.

Insgesamt gab es drei Verletzte. „Glücklicherweise war die Bewohnerin der Wohnung, in der sich die Explosion ereignete, nicht zu Hause“, sagte er. Aber als eine Nachbarin im Treppenhaus zum Unglückswohnung eilte, fand sie auf den Stufen einen 23-Jährigen mit massiven Brandwunden.

Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Die Frau, die ihm zu Hilfe geeilt war, erlitt einen Schock und musste ebenfalls in stationäre Behandlung. Außerdem musste eine Frau in die Klinik, weil sie unter einer Rauchgasvergiftung litt.

Die Höhe des Sachschadens ist noch unklar. „Auch die Ursache für die Explosion ist noch unklar“, sagte Ringel. „Die Spezialisten vom Landeskriminalamt untersuchen die Wohnung.“ Die Nachbarn gehen davon aus, dass in der Wohnung offenbar versehentlich der Gashahn lange offen stand und sich das Gas  entzündete.

Die Kripo ermittelt nun wegen des Verdachts des „Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion“. Nach Angaben der Polizei ist dies der offizielle Terminus, der für alle Explosionen verwendet wird: Egal, was die Ursache ist. Derzeit gebe es keine Anhaltspunkte, dass tatsächlich Sprengstoff im Spiel war, sondern alles deutet auf Gas als Ursache hin.

Kurz nach der Explosion wurde alle 45 Mietparteien in den sechs Aufgängen des gesamten Blocks evakuiert. Gleichzeitig konnte die Feuerwehr den Brand recht schnell löschen. Nachdem der Unglücksort gesichert war, konnten die meisten wieder in ihre Wohnungen. Nur die Bewohner des Hauseingangs Nr. 36 nicht. „Der Aufgang ist vorerst unbewohnbar“, sagte Polizeisprecher Ringel. „Die Leute bekommen erst einmal Ersatzwohnungen von der Wohnungsbaugesellschaft.“