Berlin - Immobilien in Berlin sind bei internationalen Investoren beliebt – und zwar so sehr, dass jetzt mit dem US-Multimilliardär Warren Buffett einer der reichsten Männer der Welt sein Glück in der deutschen Hauptstadt versucht.

Die zu Warren Buffetts Imperium gehörende Berkshire Hathaway Homeservices ist einer Mitteilung zufolge mit der Rubina Real Estate GmbH, einem Immobilienvermittler aus Berlin, eine Allianz eingegangen. Die Rubina Real Estate werde ab April unter dem Namen Berkshire Hathaway Homeservice Rubina Real Estate firmieren, heißt es.

Im Fokus von Rubina Real Estate stehen den Angaben zufolge nicht nur Käufer und Investoren aus Deutschland, sondern insbesondere auch Anleger aus China, Indien und dem Nahen Osten. Berkshire Hathaway Homeservices gilt seit seiner Gründung im September 2013 mit jetzt mehr als 45.000 Maklern und 1400 Büros als das am schnellsten wachsende Immobiliendienstleistungs-Netzwerk in den USA.

Einer der reichsten Männer der Welt

„Wir freuen uns darauf, die Marke Berkshire Hathaway Homeservices in Berlin, Deutschland und noch vielen weiteren, für unsere Kunden wichtigen Märkten, zu etablieren“, erklärte Carsten Heinrich, Geschäftsführer und Mitgründer von Rubina Real Estate.

Buffett wurde auf der Forbes-Liste 2017 der reichsten Amerikaner mit einem Vermögen von 81,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 65,6 Milliarden Euro) auf Platz 3 geführt. Vor ihm liegen Microsoft-Gründer Bill Gates (89 Milliarden Dollar) und Amazon-Gründer Jeff Bezos (81,5 Milliarden Dollar).

Wie sich das wohl so gehört, ranken sich um die ersten Geschäfte des 87-jährigen Buffett Gerüchte und Anekdoten. So soll er etwa im Alter von sechs Jahren sein erstes Geld verdient haben, indem er Sixpacks Coca-Cola für 25 US-Cent gekauft und die Einzelflaschen dann für jeweils 5 US-Cent verkauft habe.

Dazu muss man wissen, dass es Buffett an Startkapital – ob für das Getränke-Sixpack oder auch für die spätere erste eigene Firma – nicht gemangelt haben dürfte. Sein Vater Howard war Börsenbroker und später Kongressabgeordneter.

Nicht Buffets erste deutsche Investition

Buffetts Geschäft war immer schon das Investment, er kaufte und verkaufte Anteile an Unternehmen. Nahezu sein gesamtes Vermögen hat er in dem von ihm 1965 erworbenen, weltweit agierenden Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt.

Bis vor wenigen Jahren hielt Buffett noch knapp ein Fünftel an Berkshire Hathaway. Der Anteil sinkt stetig, auch weil Buffett 2006 angekündigt hatte, 85 Prozent seines Vermögens nach und nach an Stiftungen zu verschenken und damit für wohltätige Zwecke zu hinterlassen. Der Großteil seines Geldes soll dabei an die Bill & Melinda Gates Foundation gehen.

Der Einstieg von Berkshire Hathaway in den Berliner Markt ist nicht Buffetts erstes Engagement hierzulande. Im Mai vergangenen Jahres Jahr stieg er mit zunächst 3 Prozent bei der Firma Lanxess ein, einer Ausgründung des Chemiekonzerns Bayer. Mittlerweile gehört ihm ein Anteil von 5 Prozent an dem im MDAX-Unternehmen Lanxess.

Wirtschaftsfachleute beschreiben Buffetts Strategie als denkbar einfach: Wenn er nach neuen Investments suche, schaue er vor allem auf die Kapitalrendite.