Mit einem E-Bike vorm Hangar Runden drehen – das wollten sich viele Besucher der VeloBerlin 2019 am Wochenende nicht entgehen lassen. Ein beliebtes Modell war das Uni Moke des Berliner Startups Urban Drivestyle, ein E-Bike, das ein bisschen Mofa und ein bisschen Mountainbike ist. Die 50-jährige Katja Müller war ganz begeistert nach ihrer Probefahrt. „Das ist ein Megaknaller“, sagte sie. Sie ist zum wiederholten Mal zu Besuch auf der Fahrradmesse. „Es tut sich viel in der Branche und hier herrscht eine super Atmosphäre.“

Die Mischung aus Fahrradschau und Event zog Tausende Besucher an. „Ein besonderer Schwerpunkt sind in diesem Jahr Kinder und Jugendliche“, sagte VeloBerlin-Sprecher Christoph Schulz. Allein 30 der insgesamt 300 Aussteller beschäftigten sich mit dem Kinderrad. Auch Lastenräder wurden in vielen Ausführungen präsentiert – sie sollen in den Innenstädten zur Alternative für Autos werden.

„Ein neuer Trend sind Gravelbikes – das sind Räder, mit denen auf Schotter gefahren werden kann“, sagte Schulz. Die Räder sind wie Mountainbikes gebaut, verfügen aber über einen Rennradlenker. „So etwas ist gut für Touren mit unterschiedlichem Untergrund“, sagte Thomas Stehler, 49, der zur Messe gekommen war, um sich über diese Neuentwicklung zu informieren.

Neben den Innovationen auf dem Fahrradmarkt ging es auch um die Zukunft des Verkehrs und um das Thema „Frauen und Fahrrad“. „Die Branche ist immer noch sehr männerdominiert“, sagte Schulz. Der Bereich „VeloWomen“ widmete sich mit Fotoausstellung und Diskussionen dem Thema – fernab von Klischees. Außerdem gab es eigene Räder, Bekleidung und Zubehör für fahrradbegeisterte Frauen sowie „women only“-Radtouren.

Im Außenbereich wurden derweil die neuesten Fahrräder ausprobiert. Daneben fanden auf einem ein Kilometer langen Parcours insgesamt 20 verschiedenen Radrennen statt. Der Radsportverband organisierte einige Rennen, doch es gab auch Spaßrennen. So traten Lastenräder gegeneinander an und die ganz Kleinen lieferten sich ein Laufrad-Rennen.