Der Fuhrpark der Berliner Feuerwehr ist hoffnungslos überaltert. Das geht aus einer Antwort von Innenstaatssekretär Bernd Krömer (CDU) auf eine Anfrage der Grünen hervor, die der Berliner Zeitung vorliegt. So sind 37 Prozent aller Löschhilfsfahrzeuge (LHF) und 23 Prozent aller Drehleitern älter als 14 Jahre und haben die geplante Nutzungsdauer um vier bis sechs Jahre überschritten. Einige LHF sind über 20 Jahre alt. Auch 13 Prozent der Rettungswagen (RTW) sind veraltet.

Im kommenden Jahr ist keine Besserung in Sicht. Lediglich eine neue Drehleiter wird gekauft. Hinzu kommen 22 neue RTW. Ab 2016 kommen dann fünf LHFs, zwei Drehleitern und fünf RTW hinzu.

Menschenleben werden riskiert

Allerdings: Den Doppelhaushalt 2016/2017 hat das Abgeordnetenhaus noch nicht beschlossen. Zudem müssten laut Krömer anstatt fünf mindestens 12 LHFs, statt einer drei Drehleitern und statt fünf 21 RTWs beschafft werden, um wenigstens den aktuellen Stand zu halten. Das hohe Durchschnittsalter des Fuhrparks würde sich damit noch nicht ändern.

Michael Schombel, Chef der Bezirksgruppe Feuerwehr in der Gewerkschaft der Polizei sieht die Feuerwehr „vor einem Kollaps“. Wer an der Technik spare, behindere bewusst die Handlungsfähigkeit der Feuerwehr und riskiere dadurch Menschenleben.

Dazu erklärte Krömer: Mit den ihr zur Verfügung stehenden Fahrzeugen sei die Feuerwehr in der Lage, ihre Aufgaben zu erfüllen. „Der Senat muss für den nächsten Haushalt Investitionen in den Feuerwehrfuhrpark anmelden“, sagte der innenpolitische Sprecher der Grünen, Benedikt Lux. „Alles andere wäre grob fahrlässig für die Gesundheit und Sicherheit der Berlinerinnen und Berliner.“