Berlin - Wenn es um Suizide geht, berühren Medien ein Tabu. Über die alltäglichen Fälle, in denen Menschen keinen anderen Ausweg mehr sehen, als ihr Leben zu beenden, berichten wir nicht. Diese Nicht-Berichterstattung soll verhindern, dass sich Menschen mit suizidalen Gedanken zur Nachahmung ermutigt fühlen. Der Presserat fordert in den für uns verbindlichen ethischen Standards des Pressekodex „Zurückhaltung“ ein: „Dies gilt insbesondere für die Nennung von Namen, die Veröffentlichung von Fotos und die Schilderung näherer Begleitumstände.“ Genau das Gegenteil geschieht jedoch, wenn das Opfer so prominent war wie etwa das Model Kasia Lenhardt. Auch der Freitod des Torwarts Robert Enke wurde sehr offen thematisiert. Die ihm gewidmete Stiftung fördert unter anderem Projekte, die die Krankheit Depression erforschen – um betroffenen Menschen Hilfe an die Hand zu geben.

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