Polizisten haben am Donnerstag eine Handgranate nahe eines Rocker-Clubhauses in Wedding sichergestellt. Sie ist scharf und wurde von Spezialisten der Kriminaltechnik zum Sprengplatz in Grunewald abtransportiert. Offenbar gehe die Feindschaft zwischen den Hells Angels und den Bandidos in eine neue Runde, sagen Ermittler. Auf Anfrage sagte ein Polizeisprecher, die Bandidos hätten selbst die Polizei alarmiert, nachdem sie den Sprengsatz auf dem Grundstück in der Provinzstraße gefunden hatten.

Die Polizei geht davon aus, dass der Sprengsatz von einem Mitglied der Hells Angels geworfen worden ist. Warum die Granate nicht zündete, ist derzeit noch unklar.

Bereits am 27. Dezember vergangenen Jahres war auf dem Clubgelände eine Handgranate explodiert. Mitglieder der Bandidos und deren Familien hatten auf dem Gelände Weihnachten gefeiert. Wie durch ein Wunder sei durch die Detonation der Granate niemand verletzt worden, sagten Fahnder. Vor der Feier, im selben Monat, war vor dem Clubhaus ein Rocker der Bandidos von unbekannten Männern niedergestochen worden. Die Polizei vermutet, dass der Täter auch in diesem Fall aus den Reihen der Hells Angels stammt.

Seit Jahren liefern sich Bandidos und Hells Angels blutige Auseinandersetzungen. Nach Einschätzung der Polizei geht es dabei um die Vorherrschaft im organisierten Verbrechen, wie dem Drogen-und Waffenhandel. Mittlerweile haben die Hells Angels in Berlin die Vorherrschaft erlangt.

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