Blick auf die Spandauer Altstadt, die ihre mittelalterliche Struktur bewahren konnte. Rechte Bildmitte: die Nikolaikirche, obere Bildmitte: das Rathaus, unten links ein Zacken der Zitadelle.
Foto: IMAGO/Günter Schneider

Berlin-SpandauSpandau hat, was Mitte gerne hätte: eine attraktive, muntere und zugleich gemütliche Fußgängerzone – die größte Berlins. Bürger und Kommunalpolitik wissen, was sie an ihrem historischen Stadtkern haben. 800 Jahre Geschichte – und anders als in Mitte ist sie hier in der Fläche sichtbar. Die Straßenzüge sind erhalten, auf meist kleinen Parzellen stehen alte und neue Häuser nebeneinander und kommen meist gut miteinander aus. Und womöglich haben die Spandauer auch die älteste Kirche Berlins und sind sich dessen nicht bewusst. Doch dazu später.

Derzeit laufen vielfältige Sanierungen zum Erhalt und zur Ertüchtigung des historischen Stadtkerns für die Zukunft. Bis 2025 stehen 50 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm „Städtebaulicher Denkmalschutz“ zur Verfügung. Das Dach des Gotischen Hauses aus dem 15. Jahrhundert, des ältesten Bürgerhauses Berlins, ist schon wieder dicht. Jetzt ist der Reformationsplatz an der Reihe: Rund um die Nikolaikirche bereiten Bauarbeiter das Gelände für neues Pflaster, größere Rasenflächen und die Öffnung von Sichtachsen vor. Das Denkmal des Kurfürsten Joachim II., der 1539 in der Kirche seinen Übertritt zum lutherischen Glauben erklärte und damit die Reformation in Berlin und Brandenburg vollzog, bekommt ein schöneres Umfeld, ebenso Schinkels Denkmal für die Befreiungskriege auf der Nordseite des Platzes.

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