Die Polizei ist gegen eine international agierende Einbrecherbande vorgegangen.

Nach Informationen der Berliner Zeitung hatte sich die aus Lateinamerika stammende Bande vor allem auf Wohnungen von Asiaten spezialisiert. Gestern Abend nahmen Polizisten in Tempelhof fünf Verdächtige im Alter von 33 bis 62 Jahren fest.

Vorangegangen waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Stuttgart wegen schweren Bandendiebstahls. Allerdings verlagerten die Täter, die zum Teil mit Alias-Personalien unterwegs waren, im vergangenen Monat ihr Betätigungsfeld von Baden-Württemberg nach Berlin, wo das hiesige Landeskriminalamt die Ermittlungen übernahm.

Nach Angaben von Ermittlern kamen die aus Mexiko und Guatemala stammenden Einbrecher bei dem Kolumbianer Luis C. unter. Der 62-Jährige hatte eine Wohnung an der Tempelhofer Rathausstraße angemietet.

Am 29. September gab es dann einen Wohnungseinbruch in Lichtenberg, bei dem die Täter von einer Überwachungskamera gefilmt wurden.

Am Tag darauf und am 1. Oktober gab es drei weitere Wohnungseinbrüche bei Vietnamesen, die die Polizei der lateinamerikanischen Bande zuordnet. Nachdem die Polizisten die Wohnung von Luis C. gestürmt hatte, wurde dieser im Anschluss an die Vernehmungen wieder auf freien Fuß gesetzt. Seinen vier Freunden wird ein Richter heute die zuvor erlassenen Haftbefehle verkünden.