Berlin - Glatteis und Schnee haben zu Wochenbeginn den Verkehr in Berlin massiv behindert. Es kam zu Staus, Verspätungen und teils auch Ausfällen von S-Bahnen, Bussen und Flugzeugen. Gegen Mittag besserte sich dann die Lage vielerorts. Der Flughafentunnel Tegel, der am Morgen stadtauswärts für mehrere Stunden gesperrt war, wurde gegen Mittag wieder geöffnet, wie die Verkehrsinformationszentrale weiter mitteilte.

Am Vormittag gab es noch zahlreiche Staus in und um Berlin. Die größte Sperrung war die des Flughafentunnels Tegel auf der Berliner Stadtautobahn A111 in Fahrtrichtung Hamburg. Die Strecke durch den Tunnel musste mehrmals geschlossen werden, weil unklar war, ob das Glatteis komplett beseitigt wurde. Warum es ausgerechnet auf diesem betroffenen Straßenabschnitt so glatt war, konnte die Verkehrsinformationszentrale nicht sagen.

Das Winterwetter wirkte sich am Morgen auch auf den öffentlichen Nahverkehr aus. Bei der S-Bahn fielen wegen einer Signalstörung zwischen Gesundbrunnen und Nordbahnhof viele Züge aus. Die Linien S 1, S 2 und S 25 fuhren zeitweise nur im 20-Minuten-Takt. Auch viele Busse und Straßenbahnen verspäteten sich. Ausfälle gab es dort nach Auskunft der Berliner Verkehrsbetriebe BVG aber nicht.

Mehrere Flüge gestrichen

Der Berliner Flugverkehr war - wie bereits am Wochenende - vor allem durch das Winterchaos in Frankfurt und München beeinträchtigt. Am Flughafen Tegel wurden mehrere Flüge von und nach Frankfurt und München gestrichen. Am Standort Berlin gebe es allerdings kaum Einschränkungen, teilte ein Sprecher der Flughafengesellschaft mit. „Wir haben den Winter im Griff.“

Die Berliner Polizei warnte trotz der Minusgrade eindringlich davor, zugefrorene Seen zu betreten. Es bestehe Lebensgefahr. Durch die Kälte der vergangenen Tage habe sich zwar bereits eine dünne Eisschicht gebildet, die jedoch noch nicht tragfähig sei. (dpa)