Berlin - Mit mehreren Maßnahmen will der Berliner Senat die Verkehrssicherheit in der Hauptstadt erhöhen. „Wir werden noch in diesem Jahr die Fahrradstaffel der Polizei von Mitte nach Friedrichshain-Kreuzberg ausweiten“, sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Montag im Innenausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Die Polizeieinheit, die auf Fahrrädern Streife fährt, soll nach Geisels Worten personell verstärkt werden.

In diesem Jahr werde es zudem zwei Schwerpunkt-Aktionen der Polizei gegen verkehrswidriges Parken auf Fahrrad- und Busspuren geben. Rund 80.000 Verkehrsunfälle ereignen sich jährlich in Berlin. Unfallschwerpunkte sind vor allem die Kreuzung Schlesische, Ecke Skalitzer Straße sowie Kreisverkehre wie der Ernst-Reuter-Platz. Hauptursachen für Unfälle sind laut Polizei Fehler beim Abbiegen, Nichtbeachtung der Vorfahrt und unangepasste Geschwindigkeit.

An 32 Unfallschwerpunkten der Stadt stehen mittlerweile stationäre Geschwindigkeitsüberwachungsanlagen. Nach Angaben von Polizeipräsidentin Barbara Slowik decken die Anlagen die unfallbelasteten Kreuzungen nunmehr ab.

60 Prozent der mobilen Geschwindigkeitsüberwachungen finden laut dem Leiter des Verkehrsdienstes der Polizei, Markus van Stegen, vor Schulen, Kindergärten und Seniorenheimen statt. Neu sind zwei Mess-Anhänger, die die Polizei seit Februar erprobt. Diese hatten laut van Stegen bisher insgesamt 94 Einsätze. Dabei wurden knapp 89.000 Geschwindigkeitsüberschreitungen gemessen. „Diese Hänger sind eine tolle Ergänzung zu unserer bisherigen Technik“, sagte van Stegen. „Denn sie sind rund um die Uhr einsetzbar und sehr robust.“ (kop.)