Berlin - Langsam, unterbesetzt, im Aufbau zu kompliziert – der Umbau der Verkehrslenkung Berlin (VLB) ist eines der großen Projekte im Haus von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne). Die Behörde ist unter anderem für das Management der Baustellen zuständig, wo es in der Vergangenheit zu jahrelangen Wartezeiten kam. Nach einer Untersuchung sprachen externe Berater 58 Empfehlungen zur Verbesserung der Strukturen aus. Die einschneidendste: Die VLB soll als Abteilung VI in die Verkehrsverwaltung eingegliedert werden.

Am Donnerstag erschien Senatorin Günther persönlich im Verkehrsausschuss, um über den aktuellen Stand und neue Pläne zu berichten. Erstmals anwesend war auch Staatssekretär Ingmar Streese, Nachfolger des im Dezember von Günther entlassenen Jens-Holger Kirchner. Der bisher verkehrspolitisch unerfahrene Streese wird für die neue Abteilung VI zuständig sein.

Von den 58 Empfehlungen seien 17 „kleinere“ bereits umgesetzt worden, sagte Günther, ohne Details zu nennen. 27 weitere – zum Beispiel die elektronische Antragstellung – befänden sich „in Bearbeitung“.

Personal soll mit 21 Vollzeitstellen aufgestockt werden

Die Mammutaufgabe – das Zurückholen der Behörde in die Hauptverwaltung – will Günther wieder mit externen Beratern angehen: Bis zum Sommer soll ein Dienstleister gefunden werden, der die Umstrukturierung betreut. Schon bis Ende des Jahres soll die Behörde umgebaut und nach Monaten der Vakanz ein neuer Leiter gefunden sein – ein ambitioniertes Ziel.

Das Personal soll mit 21 Vollzeitstellen aufgestockt werden, die im Doppelhaushalt 2020/2021 beantragt seien. Das Schwierigste dürfte allerdings sein, fähiges Personal zu finden. Hans-Jörg Jaehne von der VLB berichtet im Ausschuss von einer extrem langwierigen Personalsuche: „Der Markt gibt die Experten nicht her.“