Berlin - Es war ein Satz, der viele Berliner Autofahrer verstört hat, weil Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) damit jahrzehntelange Gewohnheiten scheinbar kompromisslos infrage stellte. „Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen“, hat Günther am Donnerstag auf einem Treffen der CDU-Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung am Mittwoch gesagt. CDU-Verkehrspolitiker Oliver Friederici bezeichnete Regine Günther daraufhin umgehend als „Anti-Auto-Senatorin“ und forderte ein Recht auf Mobilität, auch für Autofahrer.

In Regine Günthers Senatsverwaltung und bei den Grünen sprach man später von einer verkürzten Darstellung. Einen „Verbotssprech“ wolle man keineswegs pflegen, betonten führende Grünen-Politiker. Um einen moderateren Ton sind die Grünen inzwischen redlich bemüht. Apodiktische Forderungen wie die nach einem wöchentlichen Veggietag in öffentlichen Kantinen hatten den Grünen in der Vergangenheit den Ruf eingebracht, bevormundende Besserwisser zu sein.

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